AfB Landesverband Niedersachsen

Ein neuer Landesverband der AfB - die AfB Niedersachsen

Peter Befeldt aus Ostercappeln führt den am Samstag, den 07.11.2009, in Hannover neu gegründeten Landesverband der Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB). Der Schulleiter einer Berufsbildenden Schule in Osnabrück erhielt 85 Prozent Ja-Stimmen. Befeldt ist auch Vorsitzender der AfB Weser-Ems und gehört dem Bundesvorstand an. Zu seinen Stellvertretern wurden die Bezirksvorsitzenden der Bildungsarbeitsgemeinschaft Jutta Liebetruth (Nordniedersachsen), Elke Tonne-Jork (Hannover) und Ulrich Leidecker (Braunschweig) gewählt. In der einstimmig verabschiedeten Richtlinie spricht sich die SPD-Arbeitsgemeinschaft für „Chancengleichheit und Inklusion“ als Leitziele aus.

Beisitzerinnen und Beisitzer im ersten Landesvorstand der AfB sind Gabrielle Willers aus dem Bezirk Hannover, Paulo Dias, Nils Johannson, Christoph Walther und Michael Klie aus der UB Region Hannover, Annegret Ihbe aus Braunschweig, Elke Schnakenberg aus Nordniedersachsen und Jens Martin, Uta Wilms und Jürgen Köpke aus dem Bezirk Weser-Ems.

Damit erhielten in der Landeskonferenz auch die Delegierten aus dem Bezirk Hannover die Mehrheit, für die die Delegiertenkonferenz des Bezirks Hannover eine Woche vorher votiert hatte.

GastrednerInnen: Garrelt Duin, Frauke Heiligenstadt, Matthias von Saldern

In seiner Rede gab SPD-Landesvorsitzender Garrelt Duin als Ziel der SPD Niedersachsen aus, die Meinungsführerschaft in der Bildungspolitik zu gewinnen. Der Bundestagsabgeordnete meinte, dass die Bildungspolitik der SPD zunehmend Zustimmung bei Verbänden und auch Unternehmern fände. Die SPD müsse den Mut haben, zu benennen, wie sie ihre bildungspolitischen Ziele finanzieren wolle. Dies werde auch zulasten anderer Politikfelder gehen. „Bildungsinvestitionen gibt es nicht zum Nulltarif,“ sagte Duin.

Mehr Aufmerksamkeit und Geld für die Bildungspolitik forderte auch die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Frauke Heiligenstadt, weil in diesem Politikfeld der Schlüssel für viele ungelöste Fragen in der Gesellschaft läge. Die SPD werde an der Seite der Initiatiative „Volksbegehren für gute Schulen“ stehen, weil Übereinstimmung in der Forderung nach Gesamtschulen als Ganztagsschulen, gegen das Turboabitur und für den Erhalt der vollen Halbtagsschule bestehe.

Die SPD müsse „Vertrauen wieder erringen“, sagte die Landespolitikerin weiter, indem wir uns um die Anliegen der Menschen kümmern und mit den Eltern, Schülern, Lehrern und Verbänden sprechen. Der neue AfB-Landesverband werde dabei als Bindeglied zwischen den ehrenamtlichen Parteimitgliedern und den Mandatsträgern eine wichtige Rolle spiele.

Gastredner auf dieser Konferenz unter dem Motto „Bildungspolitik für morgen“ war der Lüneburger Professor Matthias von Saldern. Von Saldern forderte Chancengleichheit, Leistungsprinzip und echte Gleichbehandlung in der Gesellschaft. Einige Migrantengruppen und die Jungen seien im Augenblick die „Verlierer“ der Bildungspolitik in Deutschland. Das von der neuen Bundesregierung geplante Erziehungsgeld lehnte der Bildungsfachmann ab, weil dann am ehesten Kinder, die sie brauchen, aus Kindertagesstätten abgemeldet werden.

Die moderne Hirnforschung habe bewiesen, sagte von Saldern weiter, das nur angstfreies Lernen Erfolge bringe. Der steigende Zwang zu immer mehr Nachhilfe sei eine schleichende Privatisierung unseres Schulsystems. Von Saldern erhofft sich, dass wieder mehr Abiturienten in Deutschland studieren. Den sogenannten „Bolognaprozess“ für die deutschen Hochschulen lehnt der Lüneburger Professor ab, weil er zur Entdemokratisierung der Hochschulsteuerung und der Studierenden führe.
 

Die aktive AfB Region Hannover stellt mehr Delegierte als zugewiesen

Die Anzahl der Delegierten war insgesamt auf 100 festggelegt und aufgeteilt auf die Bezirke und Unterbezirke: Bezirk Hannover 45 (davon Unterbezirk Hannover 14), Weser-Ems 24, Braunschweig 19 und Nordniedersachsen 9. Nicht alle Bezirke hatten ihren Zahl ausgeschöpft: Weser-Ems war mit 17, Braunschweig mit 15, Nord-Niedersachsen mit 4 vertreten.

Nicht alle Unterbezirke im Bezirk Hannover hatte ihre zugewiesene Delegiertenzahl erreicht, so dass dann kurz vor der Landeskonferenz Ersatzdelegierte aus dem UB Region Hannover - nach einer kleinen Satzungsdiskussion - nachrücken konnten.

Aus dem größten UB der Welt stammten letztlich mehr stimmberechtigte Delegierte (14 Delegierte, letztlich stimmberechtigt 16) als aus dem Bezirk Braunschweig.(19 Delegierte, anwesend 15). Und fast soviel wie aus dem Bezirk Weser-Ems (24 Delegierte, anwesend 17). Alle anwesenden NachrückerInnen aus dem UB Hannover-Stadt durften letztlich mitstimmen.