Umwelt

16.Mai 2010: 12. Solarfest bringt Sonne ins Herz der Stadt

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Solarfest im Jahr 2009

Am 16. Mai 2010 präsentiert sich das zentrale Klimaschutzevent der Region Hannover von 11 – 18 Uhr als Teil der Aktion ‚Hannover autofrei erobern’ der Landeshauptstadt.

Das Solarfest wird unter dem Motto „Klimaschutz live erleben“ auf der Georgstraße und dem Opernplatz für Information und Unterhaltung rund um den Klimaschutz sorgen. Die Solarfestbühne mit Livemusik, ein Rennen mit solar betriebenen Bobbycars und der Solarmarkt mit gezielter Beratung zu Solar-, Heizungs- und Gebäudetechnik, zur Wärmedämmung an Gebäuden sowie mit Tipps zum Stromsparen und Infos über Förderprogramme bieten den Besuchern ein vielfältiges und familienfreundliches Angebot.

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Solarfest 2009: Aussteller und Besucher sind begeistert vom Standort und den vielfältigen Angeboten.

Wo Solarfest draufsteht, ist auch Sonne drin! Auch beim 12. Solarfest schien die Namensgeberin nahezu durchgehend. Wie schon 2008 war das zentrale Klimaschutzevent der Region Hannover Teil des autofreien Sonntags der Landeshauptstadt. Nach dem angestammten Platz am Maschsee-Nordufer und dem Friedrichswall im vergangenen Jahr belebte das 12. Solarfest in diesem Jahr das Herz von Hannover: den Opernplatz und die Georgstraße bis hin zum Georgsplatz. Für die Opernplatz-Bühne hatten sich die Veranstalter Klimaschutzagentur Region Hannover, der enercity Fonds proKlima und das organisierende Umweltzentrum Hannover ein buntes Programm mit tollen neuen Aktionen ausgedacht, das beim Publikum sehr gut ankam: vom charmant-rasanten GOP-Varieté mit Oksana & Vadim sowie den knackigen vier Hip-Hopern Fette Moves über die drei jungen Deutschrocker von WIR, Tanzvorführungen des TSV Limmer und des TuS Davenstedt, gewagten Pyramiden junger Cheerleader des Hannoverschen Cheerleader Vereins, der marschierenden Showband Gifhorn mit Blasmusik und anderem mehr war für Vergnügen bei Groß und Klein gesorgt. Außerdem fand eine Ausstellung zur Klimapolitik in den USA interessierte Betrachter und beim von Andreas Kuhnt moderierten Bühnentalk mit Stadtwerke-Chef Michael G. Feist, Regionspräsident Hauke Jagau und Oberbürgermeister Stephan Weil standen die Klimaaktivitäten in Stadt und Region Hannover im Mittelpunkt.

Die Stars des diesjährigen Solarfestes waren bei Publikum wie Medien die mit solarstrombetriebenen Bobbycars, die bei der Solar Bobbycar Challenge zeigten, wie viel Tempo mit Sonnenenergie zu machen ist. Nur vier Wochen Zeit hatten Schülerinnen und Schüler aus 10 Schulen in der Region für das klimafreundliche und phantasievolle "Tuning" der Bobbycars mithilfe von Photovoltaik-Bausätzen, die enercity gesponsert hatte. Stadtwerke-Chef Michael G. Feist senkte deshalb mit großer Begeisterung die Startfahne und feuerte die 14 teilnehmenden Fahrerinnen und Fahrer an, darunter vier aus dem Raum Bielefeld, woher die Idee für das solare Bobbycar-Rennen stammt. Den schnellsten Bobbycar fuhr der 10-jährige Jonathan Jacob für das KWR Racing-Team des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums. Das meistfotografierte "Zeti", den Zebra-Tiger-Bobbycar der Alice-Salomon-Schule, belegte den 1. Platz für das optische Design, den 1. Platz für das technische Design erreichte das ALS-Team der Albert-Liebmann-Schule, alle Hannover.

Jede Menge los bei den Ausstellern

Alle Hände voll zu tun hatten die Repräsentanten an den Ständen der rund 50 Aussteller: Handwerksbetriebe aus der Region, Hersteller für Solar- und Heizungstechnik, Verbraucherinstitutionen und Solarfondsanbieter, proKlima und Klimaschutzagentur und weitere informierten über die Nutzung von Solaranlagen, klimafreundliches Heizen, Energie - und Stromsparmaßnahmen, die energetische Gebäudemodernisierung, Förderprogramme sowie solare Geldanlagen. "Die Aussteller sind durchweg begeistert von der Resonanz und auch von der Lage des diesjährigen Solarfestes im Zentrum der Stadt. Die Interessenten haben sich länger und intensiver an den Ständen informiert, viele Aussteller rechnen mit Folgegeschäften", freut sich Mitveranstalter Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, an deren Stand etwa 370 Beratungskontakte verzeichnet wurden.

Das bestätigt auch Aussteller AS Solar: "Aufwand und Ertrag unserer Teilnahme am Solarfest standen in gutem Verhältnis. Etwa 50 qualifizierte Kontakte mit vorinformierten Besuchern, die also tatsächlich etwas machen wollen, sprechen dafür", sagt Dietrich Berkelmann, und Geschäftsführer Gerd Pommerien ergänzt: "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei, das Thema Solar muss permanent präsentiert werden."

Die Gelegenheit zu guten Kontakten auf dem Solarfest lobt auch Dagmar Krüger von Windwärts: "Hier war die ganze Zeit eine Menge los. Manche unserer Kommanditisten kamen vorbei, so pflegen wir Kontakte, und neue Interessenten können wir mit unserem Quiz an den Stand locken. Die Verbindung mit dem autofreien Sonntag tut der Stimmung sehr gut." Kollegin Inna Eck ergänzt: "Von der Finanzkrise spüren wir nichts, Geld ökologisch anzulegen ist ein Thema, das gut ankommt und nachgefragt wird."

Dass die Aussteller in der Georgstraße wieder näher zusammengerückt sind, hat sich offensichtlich positiv ausgewirkt. Auf dem Friedrichswall waren sie 2008 wie an einer Perlenschnur aufgereiht, in diesem Jahr konnte man leicht die Seiten wechseln und auf kurzen Wegen von einem Stand zum anderen schlendern. Das wurde auch eifrig genutzt, stellte Dirk Hufnagel, Solarexperte beim enercity-Fonds proKlima fest: "Die Mischung der Aussteller auf dem Solarfest hat gestimmt. Einige Besucher unseres Standes hatten sich beispielsweise vorher bei einem Solar- oder Heizungsanbieter informiert, der sie dann bezüglich Fördermöglichkeiten zu uns schicken konnte. Gut lief auch unsere Altbaubroschüre, 50 Exemplare haben wir nach den Gesprächen an Modernisierungswillige ausgegeben."

Raum für Beratung, Raum für Unterhaltung, Bewegung und Freude - das bewährte und um viel Neues erweitere Konzept des 12. Solarfestes im Herzen der Stadt ist aufgegangen, findet auch Eberhard Röhrig-van der Meer, Geschäftsführer des Umweltzentrums Hannover. "Die Lage der Bühne auf dem Opernplatz war ideal. Die Aussteller konnten in Ruhe beraten, während hier oben ein abwechslungsreiches, spritziges Programm geboten wurde, das ein breites Publikum begeistert hat."