Status: erledigt → wird umgesetzt zum Schuljahr 2026/2027
Adressat: Landesparteitag

Antragstext

Der Landesparteitag möge beschließen, dass jede Schule im Primarbereich und unteren Bereich der Sek 1 ein Nutzungskonzept vorlegt, um eine Tabletklasse einrichten zu können und um die vollständige Finanzierung abzurufen. Dieses Konzept soll aufzeigen, über welche Fortbildungen bzw. Kompetenzen die eingebundenen Lehrkräfte schon verfügen und wie die Tablets im Unterricht eingesetzt werden sollen. Eine Dokumentation des Konzeptes und der Nutzung der Geräte wird jährlich vorgestellt.

 

Begründung

Gerade bei den jüngeren Schüler:innen besteht die Gefahr durch Unkenntnis nicht die richtigen Grundlagen zu vermitteln, die notwendig sind, um alle vorhandenen Kapazitäten unabhängig von der Förderung des Elternhauses ausschöpfen zu können. Leider wird Deutschland dafür immer wieder gerügt.Die Einrichtung von Tablet-Klassen, einhergehend mit der Verteilung von Tablets an Schüler:innen, darf nicht zu einem Werbe-Gag verkommen. Die Geräte müssen sinnvoll eingesetzt werden, um für den Lernprozess einen Wert zu haben und dürfen nicht als Lückenfüller dienen.

Deutschland muss im Bereich der Medienkompetenz einiges aufholen, um die zukünftigen Herausforderungen meistern zu können. Dazu müssen die Lehrenden über didaktische und methodische Konzepte verfügen, die Zielsetzung des Einsatzes muss deutlich sein und dem Zweck des Wissenserwerbs und der Medienkompetenz unterliegen.

Der Einsatz digitaler Medien muss eine Erweiterung der Fähigkeiten fördern. Zu oft landen digitale Endgeräte ungenutzt in Schränken und werden nicht eingesetzt, weil die Lehrkräfte nicht über das Wissen verfügen, sie gewinnbringend einzusetzen. Das sind verschwendete Mittel aus dem Digitalpakt.

Des Weiteren ist dabei darauf zu achten, dass auch andere Medien (vergleichend) genutzt werden. Tippen darf nicht zum Ersatz des Schreibens mit der Hand werden, der Display das Papier nicht vollständig ersetzen. Digitale Medien ergänzen die analogen Medien, denn gerade im Kindesalter führt nur eine Anregung aller Sinne zu einer Ausprägung aller Basiskompetenzen.