Schulgruppen-Ticket (Hannover)
Status: in Sitzung beschlossen (11/2025) → weiterleiten auf Parteitage
Adressat: Ratsfraktion der SPD Hannover und die Landtagsfraktion der SPD Niedersachsen
Antragstext
Die Ratsfraktion der SPD Hannover und die Landtagsfraktion der SPD des Landes Niedersachsen mögen beschließen: Jede Grundschule und jeder Sek. 1-Bereich der Landeshauptstadt Hannover erhält ein Schulgruppen-Ticket, das den Schüler:innen in Begleitung von pädagogischem Schulpersonal (Lehrkräfte, Betreuer:innen und/oder Päd. Mitarbeitenden) den Besuch von außerschulischen Lernorten als Gruppe ermöglicht.
Begründung
Schüler:innen verbringen heute viel Lebenszeit in unseren Grundschulen. Die Verlässlichkeit der Grundschule und die ganztägige Betreuung als Rechtsanspruch ab 2026 ermöglichen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Schule entwickelt sich somit heute zu einem Lern- und Lebensort.
Wichtig ist es, dem Bedürfnis nach Mobilität nachzukommen und den Erfahrungsraum der Schüler:innen zu erweitern. Schülerinnen und Schüler erhalten zurzeit nur in begründeten Ausnahmefällen die Berechtigung eines Schülertickets. Die Wahrnehmung außerschulischer Lernorte, wie Zoo, Theater und Oper oder Orte der Demokratie in Hannover, gehören in den schulischen Alltag. Ein Schul-Ticket kann so den Besuch außerschulischer Lernorte wertvoll unterstützen und den Wissenshorizont der Grundschüler:innen erweitern. Dies ist gerade für Schüler:innen von Bedeutung, deren sozio-ökonomischen Verhältnisse die Bewegungsfreiheit einschränkt.
Ein weiterer Aspekt, der für die Einführung spricht, ist die enorme Entlastung der Lehrkräfte, die aktuell für jede Fahrt abfragen müssen, wer ein Ticket hat und für wen eins gekauft werden muss, dann muss Geld eingesammelt werden; das Geld hierfür wird häufig vergessen, manchmal werden Fahrkarten vergessen etc. Gerade im Zuge der Entlastung der Lehrkräfte mit dem Zweck, dass sie sich auf ihre eigentliche Aufgabe, der Bildung der Kinder konzentrieren können, ist jede Entlastung von organisatorischen Aufgaben wertvoll. Würde man den Zeitaufwand der Lehrkraft zur Organisation der Fahrkarten errechnen, hätte man die Kosten für das Schul-Ticket sicherlich mit der Streichung dieser Aufgabe mehr als finanziert.