Vereinheitlichung bundesweit:: Einführung eines Sozialindexes
Status: offen
Adressat: Landesparteitag
Antragstext
Um die soziale Ungleichheit in der Bildung auszugleichen und allen Schüler:innen die gleichen Startchancen zu ermöglichen, werden Schulen gestärkt, deren Schülerinnen und Schüler besondere Unterstützung brauchen. Zur Steuerung dieser zusätzlichen Ressourcen wird für jede Schule ein Sozialindex berechnet - ausschließlich mit amtlichen Daten.
Die Unterstützung der Schulen auf der Grundlage des Sozialindex muss Schülerinnen, Schülern und Eltern sichtbar und in der Darstellung der Schule im Internet deutlich sein: u.a. durch die Bildung kleinerer Klassen, durch die Erhöhung der Zahl der Förderungsstunden und die Bildung zusätzlicher Lernangebote. Anzustreben ist eine Vereinheitlichung des Sozialindex über Schulträger eines Landes, über die Bundesländer hinaus und bei der Vergabe der Mittel des Bundes. Dieser Index muss im Schulrecht verankert werden.
Begründung
In der Koalitionsvereinbarung von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen zur Regierungsbildung wurde vereinbart: „Die Multiprofessionalität an Schule werden wir stärken. Wir werden mehr PM unterschiedlicher Professionen für die Schulen gewinnen und die Schulsozialarbeit stärken. Perspektivisch wird jede Schule multiprofessionell mit Fachkräften und mit Schulsozialarbeit ausgestattet sein. Mithilfe eines neu zu entwickelnden sozialdatenbasierten Index wollen wir den dafür benötigten Umfang grundsätzlich ermitteln und uns auf den Weg machen, Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
Das Programm Schule [PLUS] werden wir fortsetzen und ausweiten. Gleichzeitig werden wir die Weiterentwicklung der Bildungsregionen mit staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaften konsequent in Verbindung mit einem datenbasierten Bildungsmanagement angehen, um Ressourcen besser zu bündeln.“