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Hans-Dieter Keil-Süllow

25. Februar 2014: BBS-Konzept: SPD ist uneinig - SPD-Bildungsexperten raten zum Vertagen der Entscheidung

Die AfB Niedersachsen fordert einstimmig auf der Landeskonferenz am 22.02.2014: Genossinnen und Genossen, nutzt die Kompetenz der AfB: Beteiligt die AfB an Konzepten und Anträgen!

Die AfB Niedersachsen fordert einstimmig: Genossinnen und Genossen, wartet mit Veränderungen bei berufsbildenden Schulen, bis die Vorstellungen der Landesregierung zur Weiterentwicklung des Berufsbildungsbereiches auf dem Tisch liegen!

Die AfB Niedersachsen fordert einstimmig: Genossinnen und Genossen, nutzt die Kompetenz der AfB: Beteiligt die AfB an Konzepten und Anträgen!

Die Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Niedersachsen in der SPD fordert die SPD-Fraktionen in Gemeinden, Städten und Regionen Niedersachsens und im niedersächsischen Landtag auf, die Kompetenzen der AfB in Bildungsfragen zu nutzen und die AfB in der Vorbereitung von Konzepten und Beschlussdrucksachen einzubeziehen

Begründung
Bei der Konzepterstellung und der Erstellung von Regierungsentwürfen werden oft Annahmen getroffen, die im Anschluss von Praktikern vor Ort negiert werden und/oder die den Situationen in der Praxis nicht gerecht werden. In der AfB gibt es Bildungsexperten aller Schulformen und aus verschiedensten Funktionsebenen. Da das MK sehr dialogorientiert arbeitet und vor Entscheidungen sogenannte Dialogforen ins Leben ruft, wäre es im Sinne bildungspolitischer und sozialdemokratischer Interessen, das Know-How der AfB zu nutzen und Mitglieder an den Arbeitsgruppen zu beteiligen.

Die AfB Niedersachsen fordert einstimmig: Genossinnen und Genossen, wartet mit Veränderungen bei berufsbildenden Schulen, bis die Vorstellungen der Landesregierung zur Weiterentwicklung des Berufsbildungsbereiches auf dem Tisch liegen!

Die Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Niedersachsen in der SPD fordert die SPD-Fraktionen in Schulträgern mit berufsbildenden Schulen auf, mit Beschlussfassung von Zukunftskonzepten für Berufsschulen und Berufsschulstandorte den für die zweite Jahreshälfte avisierten Regierungsentwurf zur Neuordnung des beruflichen Übergangssystems abzuwarten

Begründung
Die Region Hannover, aber wahrscheinlich auch andere kommunalen Schulträger, machen sich derzeit Gedanken zur Neuorganisation ihrer Berufsschullandschaft. Dabei gehen sie von der heutigen Struktur des Übergangssystems Schule-Berufsausbildung mit den Berufseinstiegsschulen (BES) und Berufsfachschulen (BFS) aus. Falls der Regierungsentwurf zur Neuordnung des Übergangssystems aber zu weiteren oder veränderten Schulformen führt, sind alle bisherigen Konzepte obsolet. Das BBS-Konzept 2020 der Region Hannover soll beispielsweise schon im März 2014 von der Regionsversammlung beschlossen werden. Deshalb soll die Partei alle politischen Akteure in Parlament und Verwaltung auffordern, Neuordnungskonzepte bis zur Entscheidung der Struktur der beruflichen Schulen, aus zu setzen.

NEUE PRESSE, 25.02.2014: BBS-Konzept:SPD ist uneinig

Hannover. kommt es wegen der neuen Berufsschulpläne zu einer Zerreißprobe zwischen der egionsfraktion der SPD und dem Rest der partei? Insbesondere die sozialdemokratischen Bildungspolitiker sind offenbar gegen eine voreilige Verabschiedung des Konzepts. Die Landesarbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen (AfB) der Sozialdemokraten hat jetzt an alle SPD-Fraktionen in den Kommunalparlamenten von Berufsschulträgern
appelliert, keine entscheidungen über Berufsschulkonzepte zu treffen, bevor die neuen Regelungen auf Landesebene feststehen. Die werden zum Herbst erwartet.

Doch Rot-Grün auf Regionsebene hat einen anderen Kurs eingeschlagen. In ihrem Änderungsantrag zum Berufsschulkonzept fordern die Fraktionen zwar die Prüfung des beabsichtigten Ringtausches mehrerer BBsen – doch erst nach Verabschiedung des Programms. „Wir aber möchten unabhängig von diesem Zeitdruck prüfen und auch alternative konzepte durchrechnen“, so Hans-Dieter Keil-Süllow, Vorsitzender der AfB Region Hannover. Es könne sinnvoll sein, in Bereichen, die keine besonders aufwendige Ausstattung benötigen, bei einer regionalen Aufsplittung zu bleiben. „Viele Ausbilder würden die Nähe der Berufsschule zum Betrieb bevorzugen“, so Keil-Süllow. Für einen so großen Bereich wie die KFZ-Ausbildung seien auch zwei Kompetenzzentren denkbar.

Die Meinungsverschiedenheit mit den Regionsgenossen erklärt er mit unterschiedlichen Blickwinkeln: „Die einen sehen vor allem die finanziellen Auswirkungen und räumlichen Auslastungsmöglichkeiten. Wir sehen vor allem die pädagogik.“ kra

HAZ, 25.02.2014:Auch neuer Berufsschulplan in der Kritik - SPD-Bildungsexperten raten zum Vertagen der Entscheidung / BBS-6-Schüler protestieren

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Thomas Bechinie

Von Bärbel Hilbig

Innerhalb der SPD gibt es deutliche Widerstände gegen den Plan, heute das neue Berufsschulkonzept der Region im Schulausschuss zu verabschieden. Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) im SPD-Unterbezirk Hannover fordert angesichts der massiven Kritik von verschiedenen Seiten eine neue Diskussion mit allen Betroffenen und das Prüfen von Alternativen. Die AfB-Landeskonferenz der Partei hat am Wochenende einstimmig einen Appell an die SPDFraktion formuliert, eine Entscheidung über die Berufsschulen bis zum Jahresende zu vertagen.

Hintergrund sind Pläne der Landesregierung, die Angebote für Jugendliche ohne Lehrstelle an den Berufsschulen zu überarbeiten. Dabei könnten neue Modelle entstehen, die nicht zu den Planungen passen, die jetzt in der Region vorbereitet werden. „Es ist völlig offen, was vom Land zu erwarten ist“, sagt Thomas Bechinie vom AfB-Landesvorstand. Im zweiten Halbjahr soll ein Regierungsentwurf vorliegen. Der AfB-Landesvorstand rät dazu, dies noch abzuwarten.
Die Regionsfraktionen von SPD und Grünen haben bereits vergangene Woche deutliche Änderungen am bisher vorgeschlagenen Berufsschulkonzept ausgearbeitet. Vor allem soll die Berufseinstiegsschule der BBS 6 für Jugendliche in Problemlagen als Einheit an einem Standort in Hannover erhalten werden.

Mehrere andere Aspekte wie die Verlagerung der Steuerfachangestellten nach Springe sollen überprüft werden.
Der Plan, die Kfz-Ausbildung mit rund 900 Berufsschülern nach Burgdorf zu schicken, soll aber beibehalten werden.

Den AfB-Leuten in der SPD reicht das nicht. „Ich persönlich würde erst prüfen lassen und dann beschließen“, sagt Thomas Bechinie. Hans-Dieter Keil-Süllow, AfB-Vorsitzender im SPD-Unterbezirk, verweist auf die Anhörung mit Betroffenen Mitte Februar, bei der einige Schwachstellen im Konzept zutage traten.

An der BBS Burgdorf wären nach Aussagen des Schulleiters Anbauten notwendig, wenn die Kfz-Ausbildung dort konzentriert wird. „Es wäre ein grundlegender Fehler, einen Berufszweig, den man sich nur einmal leistenwill, im Umland anzusiedeln und dort Berufsschulen weiter auszubauen“, sagt Keil-Süllow. Der Ärger der Betriebe sei nachvollziehbar.

Die Mitarbeitervertreter im Schulausschuss stellen heute mit einem eigenen Antrag weitere Details des Konzepts infrage. Sie sorgen sich, dass nach Abriss und Gebäudetausch den Berufsschulen Werkstätten und andere Fachpraxisräume fehlen, die auch für die Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen notwendig sind.

Die Schüler der BBS 6 wollen heute von 9.30 bis 9.45 Uhr ihre Pause für eine Kurzdemonstration rund um den Goetheplatz nutzen. Ihre Lehrer starten 15.15 Uhr wieder eine Demo-Tour mit dem Kleinbus durch die Innenstadt.

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