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3. Mai 2011: Claus Peter Poppe: Althusmann muss Antworten auf brennende Fragen geben

Beide Presseinformationen des Kultusministeriums von heute zeigen, wie sehr Minister Althusmann auf der Suche nach positiven Meldungen aus seinem Hause ist. Bei gerade einmal zehn genehmigten Oberschulen – darunter nur eine mit gymnasialem Angebot – und 68 Anträgen von einem Erfolgsmodell zu sprechen, zeigt, wie sehr dem Minister die Felle davonschwimmen. Trotz der Dauerwerbesendung gibt es nur einen bescheidenen Verkaufserfolg.

erklärte der stellvertretende schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Claus Peter Poppe, am Rande der Fraktionsklausur auf Norderney, anlässlich der beiden am (heutigen) Dienstag vom Kultusministerium veröffentlichten Pressemitteilungen.

"Es ist zwar gut, wenn der Minister die gute Arbeit der niedersächsischen Lehrkräfte lobt. Ihnen wäre aber mehr damit gedient, wenn der Minister seine Arbeitskraft darauf verwenden würde, die Lehr- und Lernbedingungen an Niedersachsens Schulen zu verbessern.

Herr Althusmann sollte die Zukunftsprobleme anpacken. Das Problem der anhaltend illegalen Beschäftigung von pädagogischen Mitarbeitern an Ganztagsschulen brennt immer noch auf den Nägeln. Es ist weiter unklar, wann der Minister endlich das Thema Inklusion anpackt. Wie will Herr Althusmann den Bereich der frühkindlichen Bildung stärken? Lässt er die Kommunen beim Krippenausbau weiterhin im Regen stehen? Wie geht es weiter in der beruflichen Bildung? Wann gibt es endlich eine Arbeitszeitverordnung für Schulleitungen? Und wie lange will der Minister sich der Zulassung von vierzügigen Gesamtschulen angesichts beschlossener Klagen noch verweigern?

Wir erwarten vom Minister Antworten auf diese Fragen. Die Liste der Baustellen ist lang.“

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