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heiligenstadt_frauke_1g_150x200 Foto: SPD Niedersachsen

20. Juli 2011: Schulkompromiss in Nordrhein-Westfalen setzt Maßstäbe auch für Niedersachsen

Frauke Heiligenstadt, die stellvertretende Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, stellt fest: „Der gestern zwischen der Landesregierung und der CDU in Nordrhein-Westfalen beschlossene schulpolitische Kompromiss zeigt, dass eine sinnvolle Einigung möglich ist, wenn alle Beteiligten ohne dogmatische Scheuklappen eine Lösung im Sinne von Kindern, Eltern und Kommunen anstreben.“

Dort sei etwas gelungen, was in Niedersachsen an der starren Haltung von CDU und FDP gescheitert ist. „Mit dem dort jetzt verabredeten Modell kann nach den Voten der Eltern und Kommunen ein regional angepaßtes und stabiles Schulsystem ‘von unten' aufwachsen.“ Die Möglichkeit, auch kleinere Sekundarschulen mit einem hohen Maß an integriertem Unterricht über alle Schulzweige – Hauptschule, Realschule und Gymnasium – hinweg einzurichten, komme den Wünschen der Eltern genauso entgegen wie kleinere Klassen oder die Chance an diesen Schulen auch den Weg zum Abitur nach 9 Jahren gehen zu können. Dies entspreche dem Modell der niedersächsischen Gesamtschulen.

Heiligenstadt weiter: „Die CDU/FDP-Regierung in Niedersachsen hat hingegen ihre schulpolitischen Scheuklappen immer noch nicht abgelegt. Ihre starre Haltung gegenüber den Gesamtschulen mit hohen Errichtungshürden und dem Turbo-Abitur lässt einen Kompromiss wie im Nachbarland nicht zu. Die CDU sollte sich an Nordrhein-Westfalen ein Beispiel nehmen.“

Schulpolitischer Konsens in NRW beschlossen

Quelle: 19.07.2011, SCHULMINISTERIUM.NEW.DE - Das Bildungsportal

Die Regierungs-Koalition hat mit der CDU Eckpunkte für einen Schulkonsens zur Zukunft des Schulsystems in NRW beschlossen. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Schulministerin Sylvia Löhrmann, der CDU-Landesvorsitzende Norbert Röttgen und der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Josef Laumann stellten die gemeinsamen Leitlinien zusammen vor. Sie einigten sich am Dienstag auf die Bildung einer neuen "Sekundarschule", die die Jahrgänge 5 bis 10 umfasst und durch die Kooperation mit einer Oberstufe eines Gymnasiums, eines Berufskollegs oder einer Gesamtschule auch den Weg zum Abitur eröffnet.

Weitere Informationen

TAZ: Rot-Grün kippt die Schule für Alle

Quelle: 19.07.2011

Schulkonsens in Nordrhein-Westfalen: SPD, Grüne und CDU erfinden eine weitere Schulform. Und das gegliederte System kommt in die Verfassung. von PASCAL BEUCKER

DÜSSELDORF taz | Nordrhein-Westfalens Schullandschaft wird bunter. Das ist das Ergebnis des "Schulkonsenses", auf den sich die rot-grüne Minderheitsregierung mit der CDU-Opposition verständigt hat. Danach kommt zu den bestehenden Schulformen jetzt noch eine weitere hinzu: die "Sekundarschule". Ohne Oberstufe ausgestattet, soll mit ihr als Alternative zur Haupt- und Realschule den sinkenden Schülerzahlen begegnet werden. Ein integriertes Schulsystem soll es hingegen nicht geben .....

Der Artikel In der TAZ ONLINE

SPIEGEL: Schulfrieden in NRW: Alles kann, nix muss

Quelle: 19.07.2011, SPIEGEL

Hauptschule aus der Verfassung streichen, eine neue Schulform einführen: In NRW verständigen sich Regierung und Opposition auf einen Schulkonsens, der zwölf Jahre Bestand haben soll. Während sich Rot-Grün feiert, könnte die CDU der parteipolitische Verlierer der neuen Vernünftigkeit sein.

Im Grunde können die Kommunen künftig frei von parteipolitischen Überzeugungen entscheiden, welche Schulen sie wollen und brauchen. Alles kann, nix muss ....

Der Artikel im SPIEGEL ONLINE

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