Zum Inhalt springen
2015-05-25_BES_Neubau_150

9. Mai 2015: Einstimmiger Regionsbeschluss zum Berufsschulkonzept im Schulausschuss der Region am 07.05.2015

Nach der Auflösung der BBS 6 im Sommer 2016 sollte die Berufseinstiegsschule auf drei Schulen im Schulzentrum am Waterlooplatz aufgeteilt werden. Dagegen hatte die BBS 6 massiv Widerstand geleistet. Nun bleibt es zwar bei der Zuordnung zu drei Schulen, aber die Berufseinstiegsschule bekommt einen eigenen Neubau auf der freien Fläche zwischen der Bauhalle der BBS 3 und der BBS 2. Damit bleibt sie auch künftig unter einem Dach zusammen. Der Neubau wird als erste Maßnahme vorgezogen.

Der Schulausschuss hat am 7.5.15 einstimmig das Berufsschulkonzept 2020 mit einem interfraktionell abgestimmten Antrag aller Regionsfraktionen beschlossen. Der Beschlusstext ist zusammengesetzt aus der Textvorlage der Verwaltung und Ergänzungsanträgen von SPD/Grünen, der CDU und des stimmberechtigten Lehrervertreters.

Nach der Auflösung der BBS 6 im Sommer 2016 sollte die Berufseinstiegsschule auf drei Schulen im Schulzentrum am Waterlooplatz aufgeteilt werden. Dagegen hatte die BBS 6 massiv Widerstand geleistet. Nun bleibt es zwar bei der Zuordnung zu drei Schulen, aber die Berufseinstiegsschule bekommt einen eigenen Neubau auf der freien Fläche zwischen der Bauhalle der BBS 3 und der BBS 2. Damit bleibt sie auch künftig unter einem Dach zusammen. Der Neubau wird als erste Maßnahme vorgezogen. Auf den Abriss des Gebäudes der BBS 3 muss dafür nicht gewartet werden.

Auch der Forderung der BBS 6, dass ihre Berufseinstiegsschule eine organisatorische Einheit unter einheitlicher Leitung bleibt, wird weitgehend entsprochen. Auf Vorschlag des Kultusministeriums wird eine Bildungsganggruppe aus allen in der Berufseinstiegsschule unterrichtenden Lehrkräften gebildet. Die Lehrkräfte erhalten so nach § 35 a NSchG ein gemeinsames Beschlussorgan, das ihnen in allen wesentlichen unterrichtlichen Fragen weitgehende Selbstverwaltungsrechte einräumt. Für diese Bildungsganggruppe bekommt unsere Schule die Rolle als „Leit-BBS“ übertragen. Für die schulfachliche Koordination wurden der bbs|me zwei A15-Stellen von Kultusministerium und Landesschulbehörde zugesichert und von der Region die nötigen Verwaltungskräfte.

Nachdem die Berufseinstiegsschule ihr neues Domizil im Berufsschulzentrum bezogen hat, wird das frei gemachte Gebäude am Goetheplatz saniert und für die Hannah-Arendt-Schule umgebaut. Ein Statik-Gutachten hat nachgewiesen, dass sich Sichtachsen behindernde Säulen entfernen lassen. Es bleibt auch noch freie Fläche übrig, die der benachbarten BBS Handel zur Verfügung gestellt werden soll. Die Hannah-Arendt-Schule behält ihre Steuerfachangestellten und bekommt die Sozialversicherungsfachangestellten hinzu.

Nach dem Regions-Beschluss können unverzüglich konkrete Planungsentwürfe bei Architekturbüros in Auftrag gegeben werden. An den Planungsbesprechungen werden die Schulen wieder beteiligt. Weitere noch notwendige politische Beschlüsse betreffen dann die vorgelegten Umbaupläne (Goetheplatz) und den vorgezogenen Neubau für die Berufseinstiegsschule.

Nach den Umzügen wird über einen zweiten Neubau mit Mehrzweckhalle für Sport und Veranstaltungen und Werkstatt- und AU-Räumen entschieden. Er soll nach dem Abriss auf dem Grundstück Ohestr. 6 (bisher BBS 3) errichtet werden. Die BBS 3 zieht vorher in das benachbarte Gebäude der Hannah-Arendt-Schule um.

Ziele des Konzeptes

Die Sanierungsbedarfe der Ohestr. 6 (BBS 3) und des Gebäudes am Goetheplatz (BBS 6) werden durch Abriss, Umzüge, Neubau und Sanierung gelöst. Dabei soll auch das marode Gebäude unserer Metallwerkstatt einbezogen werden. Insgesamt wird anstelle des heute engen und verbauten Gebäudesammelsuriums eine gute städtebauliche Lösung angestrebt.

Es entstehen zwei fachlich zusammengehörige BBS-Cluster: Am Waterlooplatz werden die gewerblichen BBS 2, BBS 3 und bbs|me konzentriert. Am und in der Nähe des Goetheplatzes bilden BBS Hannah-Arendt, BBS Handel und BBS 11 einen kaufmännischen Cluster. Künftig erleichtert die fachliche Nähe den Schulen Kooperationen bei Weiterbildungsangeboten, die gemeinsame Nutzungen von Fachräumen oder beim Lehrereinsatz. Zwischen BBS 3 und bbs|me können die Kooperationen im Beruflichen Gymnasium und im Energieeffizienzzentrum zwischen den Elektro- und den Bautechnikern vertieft werden. Ein Campus-IT-Netzwerk ist im Entstehen.

Für benachteiligte Jugendliche erhofft man sich durch die Verlagerung der Berufseinstiegsschule der BBS 6 ins Berufsschulzentrum einen leichteren Übergang in gewerblichen Berufsausbildungen. Dabei handelt es sich immer mehr auch um in den Arbeitsmarkt zu integrierende Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt.

Fazit

Insgesamt verspricht die beschlossene Neuordnung der Berufsschulen in Hannover eine zukunftsfeste Struktur. Durch räumliche Nähe sollen fachliche Kooperation erleichtert und die Nutzung der Kompetenzen gestärkt werden. Die Schulen können auf Veränderungen des Arbeitsmarktes oder anderer Rahmenbedingungen flexibler reagieren. Und für die Schwächsten soll das Bildungssystem durchlässiger und der Übergang in die Arbeitswelt leichter werden. Für die geplanten Baumaßnahmen gibt es nun einen stimmigen Masterplan. Der Sanierungsstau wird beseitigt.

Eine zweijährige, mit viel Engagement geführte Debatte kommt damit zu einem guten Abschluss. Die intensive Einbeziehung der Schulleitungen und Personalräte und die Prozessgeduld von Regionsverwaltung und Politik haben das Ergebnis sowohl hinsichtlich der baulichen Fragen als auch hinsichtlich der künftigen Organisationsstruktur deutlich optimiert

Quelle: Artikel auf der Homepage der bbs me / Otto-Brenner-Schule / www.bbs-me.de

Vorherige Meldung: 1.Mai Kundgebung in Hannover

Nächste Meldung: Stefan Politze: Die drei populistischen Lügen zum Schulgesetz

Alle Meldungen